Wer ist unterwegs?

Stimmen vom Runden Tisch für Kommunale Partnerschaften mit China in Oldenburg, Juni 2016

"Für Kommunen ist das Städtepartnerschaftsengagement mit China einerseits schon immer eine Frage von Aufwand und Nutzen. Andererseits sehe ich die große Verantwortung der Kommunen für die gesellschaftliche Begegnung. Beim Nutzen kann es nicht nur um den ökonomischen Nutzen gehen. Der Nutzen liegt in der gesellschaftlichen Entwicklung und dem gegenseitigen Kennenlernen verschiedener Kulturen."

Jürgen Krogmann, Oberbürgermeistern der Stadt Oldenburg
(Partnerschaft mit Qingdao, Xian und Peking)

 

"Damit das China-Engagement für uns Akzeptanz findet, brauchen wir funktionierende Geschichten. Das werden nicht nur ökonomische Hard Facts sein, sondern ebenso Geschichten von Begegnungen mit Menschen in China, die unseren Horizont erweitert haben und uns um neue Perspektiven bereichert haben."
 
Matthias Möhle, MdL, Landkreis Peine
(Partnerschaft mit Nanchang, Jiangxi, seit 2009)
"Augenhöhe ist eine Frage von Sehtiefe. Wie viel sieht man, wie viel versteht man? Je mehr wir vom anderen verstehen, desto besser können wir das Problem der unterschiedlichen Dimensionen überwinden. Von Alltag zu Alltag, von Mensch zu Mensch können wir eine Augenhöhe auch jenseits von Systemmerkmalen erreichen."

Shi Ming, Journalist und Berater

"Wichtig ist die Findung gemeinsamer Interessen. Das ist gar nicht einfach und man muss oft erst einmal die eigenen Interessen zu Hause definieren. Die Definition gemeinsamer Interessen mit der chinesischen Partnerstadt ist dann Ergebnis einer guten, vertrauensvollen Partnerschaft und nicht ihr Beginn."

Ulrich Passlik, Stadtbaurat, Stadt Bocholt
(Partnerschaft mit Wuxi, seit 1987)

"Auch wenn wir eine kleine Stadt sind: Ich war immer schon der festen Überzeugung, dass das China-Engagement für uns Sinn ergibt. Unsere Kooperation mit Yichun in Nordchina hat über all die Jahre zu einem wachsenden Strom an chinesischen Gästen für unsere Stadt geführt und allein so schon zur Entwicklung der Stadt beigetragen."

Volker Zimmermann, Bürgermeister der Stadt Bad Wildungen
(Partnerschaft mit Yichun, seit 1988)
"Die Hauptaufgabe sehe ich für Städte heutzutage nicht mehr bei der Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung. Städte haben zunehmend eine außenpolitische und entwicklungspolitische Aufgabe in der Zusammenarbeit mit China. Generell ist mein Credo, dass bei allen Schwierigkeiten gilt: Wandel durch Handel."

Lue Jinsheng, Asienbeauftrager, Deutscher Städtetag
(seit 1985)

Fragen:

Was bedeutet "Begegnung auf Augenhöhe"?

Wie überwindet man das Problem so unterschiedlicher Dimensionen?

Wie schafft man es, über Delegationsreisen hinaus konkrete Projekte umzusetzen?

Wie geht man mit den wirtschaftlichen Aspekten und auch Konflikten der Partnerschaft um?

Wie geht man mit der Ambivalenz von tieferem persönlichem Verstehen und manchmal offizieller Fassade um?

 
Die Interviewfragen stellte: STADTMACHER-Redaktion
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Weitere Interviews mit Kommunalvertretern & Stadtmanagern
Der Runde Tisch ist ein Angebot von SKE - Servicestelle für Kommunen in der Einen Welt – Engagement Global (im Auftrag des BMZ). Es fand 2016 das erste Mal in Kooperation mit der Stadt Oldenburg statt und wird 2017 in einer anderen deutschen Stadt veranstaltet.

Kontaktstellen für Kommunen:

Weitere Kontakte & Links:
J.S. Lue, Asienbeauftragter (Berlin)
+49 30 37711 820