Was passiert konkret?

Drei Hostels für Baoxi, China

Projektbeschreibung:
Drei Hostels für Baoxi, China. Die Architektin Anna Heringer verwirklichte im Rahmen einer internationalen Bambus-Architekturbiennale in dem chinesischen Dorf Baoxixiang 宝溪乡 in Zhejiang – ca. 600 km süd-westlich von Shanghai – drei Hostels. 

Fachleute der Planung:
Konzept & Design: Anna Heringer
Team Studio Anna Heringer: Stefano Mori, Karolina Switzer, Wayne Switzer, Yu Xi, Timur Ersen 
Beratung: Martin Rauch, Emmanuel Heringer, Harald Mueller, Franz Petermann, Prof. Klaus Daniels 
 
Seit wann: Konzeption 2014 – Fertigstellung 2016

Ausgangspunkt: Der Umgang mit der lokalen Bewohnerschaft und ihren Bautraditionen und Baumaterialien ist wesentlicher Bestandteil Anna Heringers Arbeit. Der Lehmbau ist eine große Faszination für sie und ihr Studio. Weitere Projekte zeitgenössischen Lehmbaus sind u.a. von Herzog & de Meuron Kräuterzentrum in der Schweiz, einem Lehmhochhaus-Projekt in Paris und dem Haus Rauch in Vorarlberg. Den Umstand, dass in vielen Ländern das Bauen mit Lehm verboten ist, möchte Anna Heringer mit ihren Projekten und Ansätzen ändern. 

Idee: Gestaltung, Material, Technik, Konstruktion und die Lage des Gebäudes muss kontextualisiert sein und an die Bedürfnisse seiner Nutzer angepasst sein

Modell & Erfolgsfaktoren:

  • Verwendung regionale Baumaterialien: z.B. Bambus und Stampflehm
  • Bambus- und Lehmbau erfordert das lokale Knowhow und die Arbeitskraft der Bewohnerschaft in Baoxi 
  • Kontextualisierung der Architektur: lokale Traditionen wie das Korbflechten werden im Entwurf aufgegriffen
  • Innovative Lösungsansätze im Lehmbau
  • Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit und gegenseitiges transferieren von Wissen 

Ergebnisse & Mehrwerte:

  • Mit einer Kontextualisierung und der Einbeziehung der lokalen Bewohnerschaft in den Bauprozess entsteht eine mögliche Identifikation mit dem Neubau 
  • Die Auftragsvergabe für die Durchführung des Projekts hatte zum Ziel, die lokalen Handwerksbetriebe und somit die Wirtschaft vor Ort zu fördern 
  • Verschmelzung ästhetischer Entwurfsidee mit sozialem Anspruch
  • Gesellschaftliche Verantwortung zeitgenössischer Architektur
  • Verknüpfung von traditionellem mit modernem Knowhow im Umgang mit natürlichen Baumaterialien wie Holz, Lehm, Stein oder Bambus
  • Ein Beweis dafür, dass Modernität keine Frage des Alters eines Baumaterials oder  einer Baumethode ist. Auch mit traditionellen Baustoffen kann dem heutigen Lebensstil eine entsprechende Wohnqualität zu gesprochen werden.

Wie geht es weiter: 
Ausstellung 2017: AUSSTELLUNG „THINK GLOBAL – BUILD SOCIAL“

Kontakt und Quellen: